E-Commerce mit E-Intelligence
Die Möglichkeiten, via Internet hocheffizient E-Commerce zu betreiben,
sind genauso vielseitig wie diejenigen, "Kunden" auszuhorchen. Wie
US-Werbefirma Doubleclick produziert sehr erfolgreich Werbung im
Internet; die mit den Bannern, Werbespots, Sites etc. verbundenen
"Cookies" verschaffen der Doubleclick bei 5 Mrd. Anzeigeschaltungen pro
Woche eine grossartige Einsicht in die Surfgewohnheiten der
US-Internetbenutzer. 1999 wollte Doubleclick-Boss Kevin O'Connor einen
genialen Coup landen und kaufte für 1.7 Mrd $ die Abacus Direct
Inc., die Daten über Geschäftstransaktionen von
Versandhandelskunden sammelt: 2 Mrd. Einträge hat die Abacus Direct
Datenbank inclusive Namen und Adressen. Die Herzen der
Datenbank-Freaks und Marketing-Chefs schlugen höher: Milliarden
wertvoller Kundendatensätze können zusammengeführt und
analysiert werden, die Surfgewohnheiten können mit den realen
Konsumgewohnheiten abgeglichen werden - eine geniale
Informationsbasis zur Identifikation von Kunden, die nicht nur surfen,
sondern auch kaufen. Das Vorhaben wurde von Datenschützern und
Konsumentenorganisationen gestoppt. Es kam heraus, dass die Firma
Intuit, der Hersteller der Homebanking Software Quicken, Doubleclick
hatte tief in seine Daten blicken lassen. Zu gross ist das Interesse der
grossen Firmen am gläsernen Kunden, dessen Verhalten, Gewohnheiten,
Lebenssituation, Konsummuster, Potentiale etc. bekannt sind. Das
deutsche Datenschutzgesetzt verbietet das.
Internet-User und ihre Daten
Internet-Benutzer hinterlassen immer eine Datenspur. Im ersten
Entwicklungsstadium des Web haben viele Unternehmen durch die
Analyse der Logfiles auf den Webservern untersucht, welche Webseite
wie häufig und wie lange besucht wurde, wie die Benutzer navigieren,
woher sie kommen und wohin sie gehen. Heute gibt es viel mehr
technische Möglichkeiten und sie werden sehr schnell von
Marketing-Spezialisten aufgegriffen
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Information über Kunden
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Ursprung der Informationen
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Nutzen der Firma
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Nutzen der Kunden
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Datenspur der
Navigation
auf der
Web-Site;
keine
Personenangaben
Anbieter:
Webtrends
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Analyse der
Logfiles auf
dem Web-Server;
Vergleich mit
anderen
Benutzern
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Analyse der
Herkunft der
Kunden;
Statistik der
Nutzung der
Website;
Cross-Selling
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Optimierung der Website; günstige Angebote dank Kenntnis der
Präferenzen
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Durch Cookies gewonnene Information über den Benutzer, seinen PC, seine Programme Anbieter: Yahoo
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Cookies werden von der Website auf den PC des Kunden geschickt; sie identifizieren den User bei jedem neuen Besuch auf der Website
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Aufbau einer Kunden-Historie mittels der eindeutigen "Kunden-ID"; Ausforschen des PCs des Kunden (illegal); dem Kunden nicht transparente Datengewinnung
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Kunden- präferenzen auf der Website bleiben bei jedem Besuch erhalten; persönliche Ansprache; individualisierte Angebote
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Vom Kunden freiwillig mitgeteilte Information, Check-box- Personalisierung
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Erstellung eines Kunden-Profils durch Anklicken der Checkboxen
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Personalisierte Websites, für die der Benutzer sein Interessens- "Profil" bekanntgegeben hat
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Kunden- spezifische Gestaltung der Seiten, spezifische Angebote
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Analytisch aus den Kundendaten gewonnene Information Anbieter: Net Perceptions Inc.
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Ermittlung und Ableitung der Kunden- information durch statistische und Data Mining-Analysen;
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Personalisierte Websites, auf denen die den Kunden vermutlich interessierende Information angeboten wird; Kundenscoring
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Kunden- spezifische Angebote
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Kombination von Kundendatenbank und Information aus dem Internet Anbieter: Broadvision
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Callcenters, operative Systeme, etc. besitzen heute grosse Datenmengen über Kunden; durch E-Services leicht mit Internet- Aktivitäten der Kunden abgleichbar
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Alle Firmen, die E-Commmece aufbauen, suchen Synergien aus allen verfügbaren Kunden- Informationen; Kundenscoring und -klassifikation.
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Multi-Channel- Distributions- Strategien Optimierung von Information und Verkauf
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E-Commerce Megatrends
Das E-Commerce bringt Unternehmen grosse Rationalisierungspotentiale,
wenn eine Systemintegration der IT-Systeme erreicht erreicht wird:
- ERP (Enterprise Ressource Planning): die operative EDV muss
modern sein, vielfach auf SAP
- Logistik (Supply Chain Management): die Belieferung von Firma und
Kunde ist ein Erfolgsfaktor
- SFA (Sales Force Automation): der Vertrieb muss um die
elektronischen Kanäle erweitert werden
- CRM (Customer Relationship Management): Kundenbindung durch
ganzheitliche Kundensicht
- Call Center/Customer Care: Integration von Service, Kundenpflege,
Reklamationsmanagement
Nur die großen und schnellen Player auf dem Markt können sich diese
aufwendigen Systeme und ihre Integration leisten, zum Beispiel IBM und
Dellfür Computer, Amazon und Bertelsmann für Bücher, Consors
und Bank24 für Brokerage, u.a.
Sie alle benutzen E-Intelligence-Applikationen, die von Kundendaten aus
dem Web profitieren. Geschäftskritische Bereiche sind:
- Optimierung des Marketing durch Kundendatenanalyse,
Segmentierung, Profilierung
- Vorhersage von Kundentrends, Kaufpräferenzen,
Marktentwicklungen
- Analyse von Kundenweggang, Missbrauch, Betrug
- Entdeckung von Marktpotentialen, Cross-Selling-Möglichkeiten
- Analyse der Profitabilität von Kundensegmenten, Bonität,
Potentialen
Je schneller Firmen im Internet präsent sind, desto rascher können sie
auf die Daten aus diesem Vertriebskanal zugreifen.
Was heisst überhaupt E-Intelligence?
E-Intelligence ist der aktuelle Begriff für die Analyse von Daten, die man
aus dem Web gewinnen kann über zur Optimierung von (1) Web-Design,
(2) Kundenkontakten (CRM), (3) Produktmanagement und
Verkaufskanalsteuerung, (4) Web-Performance.
Die Daten werden mit "intelligenten" Methoden analysiert, die aus den
Bereichen Statistik und Data Mining stammen:
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Verfahren
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Einsatzgebiet
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Anmerkung
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Regression
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Scoring, Klassifikation
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Häufiger Einsatz im Marketing
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Neuronale Netze
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Klassifikation, Vorhersage, Scoring
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Für nicht-lineare Zusammenhänge statt Regression
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Cluster-Analyse
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Klassifikation
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Identifikation von Zielgruppen, Produktähnlichkeiten, etc.
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Assoziationsanalyse
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Warenkorbanalyse
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Produkte-Untersuchungen
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Induktive Verfahren
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Klassifikation
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Analyse der Ursachen für Unterschiede bzw. Gemeinsamkeiten
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Wo werden Web-Daten intelligent ausgewertet?
Webdaten von Kunden können in vielerlei Richtung ausgewertet werden:
- Clickstream-Analysen: Untersuchung der Präferenzen von Kunden, Cross-Selling
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Untersuchter Bereich
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Fragestellung
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Zweck
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Clickstream-Behaviour
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Wie navigiert der Benutzer durch die Website? Wo verweilt er, was ist interessant? Gibt es Kundentypen?
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Interessen, Präferenzen finden, Cross-Selling- Potentiale entdecken
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E-Commerce Ansätze
"E-Commerce" kann aus mehreren Blickwinkeln betrachtet und organisiert
werden:
1. Sicht - Horizontales Electronic Commerce. Hier geht es um spezielle
Web-Interfaces zum Verkaufen, Shops, Application Server, die keine
Plattform übergreifende Funktionen nutzen. Wichtig sind hier
Katalogmanagement, Personalisierung. Die Tools hierfür sind IBM Net.
Commerce und Broadvision.
2. Sicht - Vertikales Electronic Commerce. Hier ist das E-Commerce
eingebettet in eine Infrastruktur von Applikationen von ERP über CRM
bis zu SFA. Der E-Commerce-Effekt tritt durch eine enge Verzahnung der
Applikationen ein. Für den Benutzer stellt sich die Website als
umfassendes Portal dar. Wichtigster Exponent sind SAP und
CRM/SFA-Anbieter, z. B. Siebel.
Was bringt uns E-Intelligence?
Intelligente Auswertungen der Kundendaten sind heute schon üblicher
als die meisten Web-User merken. Wer kennt nicht Amazon's
Quittierungsmeldung nach einem Kauf "65% der Leser dieses Buchs lesen
auch das folgende Buch..."? Diese Information entsteht durch tägliche
Auswertungen des Kundenverhaltens.
Internet-Firmen müssen die Anonymitüt des Web vermindern und etwas
bieten, was er im realen Leben nicht hat. Diesem Zweck dient die
Entwicklung des One-to-One-Marketing, bei dem die Kundeninformation
so intensiv genutzt wird, dass jeder Kunde eine ihm eigens angepasste
Kommunikation erhält.
Die wichtigsten intelligenten Techniken, um aus den Web-Daten
Mehrwert zu generieren, sind die folgenden:
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Technik
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Wie funktioniert's
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Wie wird's gemacht
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Verkaufsstatistik, Cross Selling
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Kunde erhält Informationen, was er noch kaufen sollte
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Tägliche Re-Analyse der Verkaufsdaten
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Persönliche Preise, Rabatte
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Kunde erhält spezielle Konditionen und Liste von Sonderangeboten
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Kundenprofil wird gebildet, Kaufhistorie wird gespeichert, Kundenpräferenzen werden statistik evaluiert und gefördert
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Personalisierte Webpage, Portale
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Durch ein hinterlegtes oder ermitteltes Kundenprofil wird die Anzeige auf der Webpage dynamisch gestaltet
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Kunde erhält nur das, was ihm in seinem Profil zuordnet wird; selektive Sicht
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Callme-Button
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Auf der Web-Site gibt es einen Button, mit dem ein Kunde den Customer Service rufen kann; dieser sieht die Aktivitäten des Users auf seinem Rechner
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Aktivitäten des Benutzers im Web werden protokolliert und gespeichert
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Callcenter
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Im Callcenter werden Kundendatenbank und Response- Datenbank zusammengeführt; der Agent erhält Verkaufs- und Gesprächs-Vorschläge, Negativwarnungen etc.
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Intensive Nutzung der Kundendatenbank, auch mit statistischen Methoden
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Intelligentes E-Commerce?
Die E-Commerce Anbieter sind in der glücklichen Lage, operative Daten,
z.B. Kauftransaktionen, und Interessensdaten, z.B.
Checkbox-Information und Kundenprofile - gleich ob vom Server erstellt
oder vom Kunden geliefert, miteinander zu verbinden. Daraus entstehen
in vielen Geschäftsbereichen sehr klare Sichten auf das Verhalten von
Kunden.
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